Umgang

Risikoarmer Umgang mit Drogen

Man kann aber auch lernen, mit der Droge zu leben, wenn ein Ausstieg nicht möglich oder nicht gewollt ist. Dies mag für Sie etwas nach Resignation klingen. Doch es gibt durchaus Wege, den risikoarmen Umgang mit harten Drogen einzuüben. Wichtig ist neben dem Gebrauch ausschließlich sauberer Spritzbestecke auch die Vermeidung von sogenanntem Mischkonsum. Schlafmittel (Barbiturate) und Beruhigungsmittel (Tranquilizer) sowie andere Psychopharmaka aus der Apotheke sind zusammen mit Heroin lebensgefährlich. Alkohol macht diese Mixtur im Körper noch brisanter. Viele Drogentote sind auf solchen Mischkonsum zurückzuführen.

Manche Junkies spritzen Heroin (entweder aus Unwissenheit oder weil die Venen überstrapaziert sind) auch intramuskulär, was erhebliche körperliche Schäden nach sich ziehen kann (Nekrosen). Diese Form der Injektion sollte deshalb möglichst vermieden werden.

Wichtig ist außerdem, den Stoff immer nur maßvoll und langsam zu spritzen, weil man häufig nicht genau weiß, wie der Reinheitsgrad der aktuell auf dem Markt befindlichen Ware beschaffen ist. Sollte es trotzdem zu Überdosierungen kommen, ist es notwendig den Betreffenden wachzuhalten, gegebenfalls mit kaltem Wasser oder Ohrfeigen und körperlichen Bewegungen. Bei Atemstillstand: Kinnlade dichthalten und durch die Nase beatmen; außerdem Krankenwagen rufen. Es gibt darüber hinaus auch verschreibungsfähige Gegenmittel (Lorfan, Narcanti), die man aber als Laie nicht verwenden sollte. Denn es kann bei unsachgemäßem Gebrauch dieser Medikamente zu erheblichen Komplikationen kommen. (Zur 'Ersten Hilfe in Drogennotfällen' siehe auch Hinweis in der Bücherliste .)

 

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