Sehr geehrte Damen und Herren - Oder liebe Mitmenschen....

Sehr geehrte Damen und Herren - Oder liebe Mitmenschen....

Wir, d.h. die 'Menschen', die das Drob Inn als Einrichtung nutzen um:
Zu ESSEN, Wäsche, Beratungsgespräche RECHTSBEISTAND und um sauber zu konsumieren, sind momentan in einer 'schwierigen' Lage !! Die neue Polizeipräsenz und -politik, bringt uns Drogenabhängigen vermehrt Platzverweise, obgleich wir uns auf dem Gelände des 'Drobs' aufhalten, vorne die Tausch-Klappe nutzen, an der Tür anstehen oder hinten den Rauchbus nutzen. 'Es soll keine Ansammlung von UNS geben', damit der 'Drogenhandel' nicht mehr stattfindet, so unser Polizeipräsident. Klartext: Wer konsumiert muß sich vorher etwas besorgen.. Aber Wie und Wo ??
Fakt ist dadurch, daß sich alles wild verteilt und eine 'Jagdsituation' entsteht.
Fakt ist auch daß das Verhältnis Süchtige - Polizei aggressiver geworden ist. Auch werden vielen Vereinen die Mittel gekürzt, was personalpolitische Konsequenzen haben muß und/oder sich auf die Öffnungszeiten auswirkt. Die Zeitungsmeldung, der Hauptbahnhof sei 'DEALERFREI' ist wohl eine der größten ENTEN des Jahres. Die Verteilung der DrogenkonsumentInnen vom Fischerturm und Drob Inn über den ganzen Hauptbahnhof und Hansaplatz samt Seitenstraßen und Plätzen und das U-Bahn-Netz hat stattgefunden. Ein Spießrutenlaufen für die, die eh auf Grund ihrer Sucht zu 'Kriminellen' gemacht werden. Jemand der SÜCHTIG ist, ist durch die Illegalität ein kriminelles SUBJEKT geworden. Das vermehrte 'Treiben' der Süchtigen hat eine Zerstreuung in Gruppen, in U-Bahnen und S-Bahnen und umliegende Bahnhöfe zur Folge. Auch werden inzwischen 'normale' Bürger verstärkt in Mitleidenschaft gezogen, da die Hetze der KonsumentInnen eine starke 'Scheiss-egal-Haltung' entstehen läßt. Das wohl größte sichtbare Übel, der Müll ringsum z.B. an der U-Bahn-Haltestelle Lübecker Straße fördert eine Aggressivität, die nicht nötig sein sollte!!
Deswegen die BITTE der Menschen, die als Junkie und Steineraucher das Drob Inn sowie andere Räumlichkeiten nutzen und brauchen, humane Verhältnisse zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Mit Platzverweisen auf Stundenbasis und anderen aggressiven Maßnahmen ist keinem Süchtigen geholfen!! Verständnis muß erhalten bleiben und Resignation auf beiden Seiten vermieden werden! Wir Junkies sind keine 'kriminellen Idioten' sondern auf ein Miteinander und auf Verständnis des Bürgers angewiesen, denn auch wir wollen eigentlich nur menschenwürdig leben, arbeiten. Leider sind wir nicht in der Lage uns draußen bemerkbar zu machen, da wir keine Lobby haben.
DANKE.

Marion

 

© Bündnis für mehr Solidarität