Nachwort

Nachwort

An den Bedürfnissen der jungen Menschen im Viertel soll unsere Arbeit gemessen werden. Verwundert fragen uns Jugendliche, die mit dem Verein Streetlife in Berührung kommen, warum sind nicht alle Erwachsenen so wie ihr. Warum macht ihr das?

Die Antwort ist einfach aber schwer zu vermitteln in dieser Konsum-Egomanen-Gesellschaft, in der sich fast alles nur um den schnöden Mammon dreht. Auf alle Fälle nehmen wir von Streetlife jeden Menschen in seiner Not ernst und versuchen im Rahmen unserer Arbeit und unseres Wissens zu helfen, wenn Not angesagt ist.

Stadtteilorientiert zu arbeiten ist unsere Aufgabe, da gibt es kein Wenn und Aber. Das Projekt Schlupfloch ist wunderbar in unserem Gemeinwesen eingebaut.

Seit dem 05.Juni 2001 ist unser Projekt für weitere 2 Jahre Modellprojekt der Freien und Hansestadt Hamburg. Wir werden uns weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften bemühen eine qualitativ hochwertige Arbeit für die Jugendlichen zu leisten, die in einer schweren familiären Krise die Unterstützung durch unser Projekt brauchen.

Aus unserer Sicht ist die Konzeption des Schlupfloch in einer überarbeiteten Fassung, die eine Personalausstattung mit 2 Planstellen und eine kritische Überprüfung der Realisierbarkeit der Aquise von Gastfamilien beinhaltet, problemlos auf andere Projekte der Straßensozialarbeit übertragbar. Wir halten allerdings eine begleitende einheitliche externe Evaluation bzw. Selbstevaluation für erforderlich.

Die Jugendpolitiker sollten sich fragen:

Kann dieses Projekt ein Vorbild sein für andere Arbeitersiedlungen. Ist es billiger als HZE oder genauso teuer. Hilft es den jungen Menschen vor Ort tatsächlich. Wollen wir immer noch Gemeinwesenarbeit. Beugt ein solches Projekt bei Jugendlichen in familiären Krisensituationen dem Abrutschen in die Kriminalität vor?

Wir möchten hiermit abschließend im Namen der jungen Menschen, die auf Unterstützung und Begleitung durch unser Projekt angewiesen sind, die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung dringendst bitten, die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Conny Fiedler, Modellprojekt Schlupfloch

Erni Hellmann, Straßensozialarbeit Rahlstedt

 

© Streetlife e.V.