Buchliste

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Richard Sorg (Hg.)

Soziale Arbeit zwischen Politik und Wissenschaft

Ein Projekt des Fachbereiches Sozialpädagogik der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

"Die dramatischen gesellschaftlichen, insbesondere sozialpolitischen Veränderungen nötigen die Soziale Arbeit, als Profession wie als wissenschaftliche Disziplin, zu einer Neubestimmung ihres Selbstverständnisses. Die unterschiedlichen Perspektiven von Timm Kunstreich, Werner Obrecht, Hans Pfaffenberger, Richard Sorg und Silvia Staub-Bernasconi
Eint zwar ein relativ weitreichender politisch-fachlicher Konsens. In den gegenseitigen Kommentierungen, dem Besonderen dieses Bandes, wird aber zugleich gestritten über die divergierenden theoretischen Orientierungen und über die Rolle der Wissenschaft für die Soziale Arbeit."

ISBN 3-8258-6587-8

 

Literatur live

23.1.2003 o 15.10


Hans-Georg Behr

Fast eine Kindheitbehr

Eichborn.Die Andere Bibliothek

Rezensiert von Wolfgang Schneider

Bücher über traumatische Kindheiten gibt es viele, aber das autobiographisch-traumatische Kindheitsbuch des 1937 geborenen Hans-Georg Behr ist anders. Das beginnt damit, dass "das Kind", das am Anfang fünf, am Ende 14 Jahre alt ist, es mit einer Reihe merkwürdiger "Berliner Onkels" zu tun bekommt: Onkel Hermannn, Onkel Heinrich oder Onkel Joseph zum Beispiel... Gemeint sind Göring, Himmler und Goebbels. Das erklärt sich so: der Vater des Jungen ist ein hohes Tier im Luftfahrtministerium, ein Nazi, der bei den Mächtigen ein und aus geht und später in Zuge der Nürnberger Prozesse zum Tod verurteilt wird. Auf der anderen Seite steht der Großvater mütterlicherseits - ein altösterreichischer Ur-Aristokrat (ein Esterhazy), der von den "Nazimethoden" in der Erziehung des Jungen gar nichts hält. Hans-Georg Behr schildert eine gespenstische Welt aus Kinderaugen. Im scheinbaren Naivitätston wird von den Schrecken der Kriegs- und Nachkriegszeit erzählt, etwa vom Tod des Bruders unter russischen Panzerketten. Was anfangs bloß wie Manier und Effekt erscheint, zieht den Leser bald in den Bann. Die Perspektive erinnert an Grimmelshausens Simplizissimus und ein bisschen auch an Kertesz' "Roman eines Schicksalslosen".

 

Von Hanf ist die Rede.

Kultur und Politik einer Pflanze. Über Hanf, Marihuana, Cannabis als Genuss- und Rauschmittel. Das umfangreichste, informativste und amüsanteste Buch zu diesem von Emotionen überfrachteten Thema, vom Spiegel schlicht zum "Standardwerk" erklärt, "ein Klassiker der Hanf-Kulturgeschichte", so die Taz.

Hans-Georg Behr "Von Hanf ist die Rede. Kultur und Politik einer Pflanze".
Natürlich auf Hanfpapier gedruckt.
528 Seiten, 380 Abbildungen, fester Einband.

 

Weltmacht Droge

PS: Das Archiv der Jugendkulturen erinnert mit dieser Aktion auch an einen Hamburger Justizskandal. Der renommierte Autor und Drogenexperte Hans-Georg Behr ("Weltmacht Droge","Von Hanf ist die Rede") wurde 1980 wegen "Mitbesitzes" von 16 Gramm Haschisch angeklagt und erst nach einem sechsjährigen (!) Verfahren freigesprochen - mit der Auflage, 100 Exemplare seiner Fachbücher über Drogen an die Hamburger öffentlichen Bücherhallen zu spenden.

Weltmacht Droge. Das Geschäft mit der Sucht.

von Hans-Georg Behr

Pabel/Moewig Rastatt (1985) Perfect Paperback

 


 

"Mein Kind nimmt Drogen – Informationen und Beratung für Eltern"; Herausgeber: Wolfgang Harm; erschienen 1994 bei Rowohlt. Zu beziehen über den Buchhandel.

"Ambulante Entgiftung – Medizinische und psychosoziale Unterstützung von Drogenentzügen im Rahmen der Jugendhilfe"; Herausgeber: Wolfgang Harm & Lutz Krätschmar; erschienen 1995 in Nürnberg. Zu beziehen über: ISKA Nürnberg, Gostenbhofer Hauptstraße 61, 90443 Nürnberg, Tel.: 0911 / 272998-0, Fax: 0911 / 929669-0.

"XTC + XXL. Ecstasy – Wirkung, Risiken, Vorbeugungsmöglichkeiten und Jugendkultur"; Herausgeber: Manfred Rabes & Wolfgang Harm; erschienen 1997 bei Rowohlt. Zu beziehen über den Buchhandel.

"Zwischen Suchtprävention und Drogenakzeptanz. Zum praktischen Umgang mit DrogenkonsumentInnen in der Jugendarbeit"; Beitrag von Wolfgang Harm (schriftliche Fassung eines Vortrags); erschienen 11/98 in: STREETCORNER, Zeitschrift für aufsuchende Soziale Arbeit; zu beziehen über: : ISKA Nürnberg, Gostenbhofer Hauptstraße 61, 90443 Nürnberg, Tel.: 0911 / 272998-0, Fax: 0911 / 929669-0.

"Liebe kann man nicht kaufen – Sozialarbeit zwischen Betriebswirtschaft und Nächstenliebe"; Beitrag von Wolfgang Harm; erschienen 1998 in: 'Einstürzende Sozialstaaten'; sozialeXtra Verlag, Bärenstraße 6, 65183 Wiesbaden; dort auch zu beziehen oder über den Buchhandel.

"Drogenfreiheit – Drogenakzeptanz. Reflexionen zur Freiheit von und mit Drogen aus dem Blickwinkel der Jugend(sozial)arbeit"; Beitrag von Wolfgang Harm; erschienen 1999 in: 'Akzeptierende Drogenarbeit. Eine Zwischenbilanz.' Beim Lambertus Verlag, Herausgeber: Heino Stöver. Zu beziehen über den Buchhandel.


 

 

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